Das Reiss Motivation Profile® - Lebensmotiv Anerkennung


Anerkennung – starke Ausprägung

Was treibt dich an, wenn dieses Lebensmotiv bei dir stark ausgeprägt ist?

Bei diesem Motiv geht es auf der einen Seite um deinen individuellen, positiven Selbstwert. Auf der anderen Seite steht deine soziale Akzeptanz. Der Mensch ist ein soziales Wesen; die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft war – und ist sogar oft heute noch – (überlebens)wichtig:

„Das ganze Glück des Menschen besteht darin, bei anderen Achtung zu genießen.“ (Blaise Pascal)

Wie wichtig ist es dir, von anderen anerkannt und geschätzt zu werden?

Ist dieses Lebensmotiv bei dir stark ausgeprägt, lebst du nach dem Motto

„Anerkennung ist der größte Motivator.“ (Gerald C. Eakerdale)

Willst du deine Sache richtig gut machen, um von anderen anerkannt und respektiert zu werden? Trifft es dich jedes Mal sehr, wenn andere dich kritisieren, zurückweisen oder sogar ablehnen? Kämpfst du ohnehin ständig mit deinem inneren Kritiker und bist weniger optimistisch, dass (dir) etwas gelingt?

Kurz:

Du hast eine starke Motivation, von anderen Menschen akzeptiert und geschätzt zu werden, nicht nur mit deinen Leistungen, sondern auch mit deiner ganzen Person. Konflikten gehst du möglichst aus dem Weg, um diese Anerkennung nicht zu gefährden. Durch deinen Wunsch nach Anerkennung kannst du dich gut integrieren und durch deine Motivation sehr viel erreichen.

Für dich ist das Glas eher halb leer als halb voll. Glaube mehr an deine Fähigkeiten und deinen Erfolg!

Die Kehrseite:

Dein Streben nach Anerkennung, meist verbunden mit zu wenig Selbstwertgefühl, macht dich sehr empfindlich für Zurückweisung und Kritik.

Mein Tipp:

Freue dich über Wertschätzung, aber mach dich nicht abhängig von der Meinung und der Anerkennung anderer Menschen. Du findest doch auch nicht alles an anderen gut, oder? Genauso geht es anderen mit dir. Es muss dich nicht jeder mögen, denn das ist einfach nicht möglich!

Nimm dir äußere Kritik nicht so zu Herzen, sondern prüfe sie neutral. Zweifle nicht jedes Mal gleich an dir selbst.

Setz dich nicht zu sehr unter Druck, denn dann wird es schwierig, ans Ziel zu kommen. Wenn tatsächlich mal etwas nicht so klappt, wie du es dir vorgestellt hast – na und? Hadere nicht mit dir selbst und suche auch nicht immer die Schuld bei dir allein. Oft sind es äußere Umstände oder andere Personen, die deinen „Misserfolg“ verschuldet haben. Und viele bemerken dein „Versagen“ nicht einmal. Denk wie ein Prinz oder eine Prinzessin: Aufstehen, Krone richten, weiter gehen!

Arbeiten an einem gesunden Grundoptimismus und einem positiveren Selbstwert! Damit gehst du auch neue Wege viel zuversichtlicher, mutiger und selbstbewusster. Aufbauende Worte, Zuspruch, Ermunterung und Unterstützung helfen dir, voranzukommen oder Neues zu wagen. Besonders wenn du noch sehr jung bist, benötigst du jemanden, der dir unterstützend zur Seite steht und dich oft ermutigt, besonders beim Aufbau deines Selbstbewusstseins.

Geh Konflikten nicht immer aus dem Weg. Oftmals bringt es dir nämlich sogar mehr Respekt ein, wenn du mal „nein“ sagst oder für deine Meinung stark eintrittst.

Anerkennung – schwache Ausprägung

Was treibt dich an, wenn dieses Lebensmotiv bei dir schwach ausgeprägt ist?

Über mangelndes Selbstbewusstsein musst du dir keine Gedanken machen, du bist in der Regel selbstsicherer als andere.

Für dich ist das Glas eher halb voll als halb leer – du verfügst über genug Grundoptimismus.

Kritik siehst du eher sachlich? Oder nimmst du sanfte Kritik oder Kränkung vielleicht auch manchmal gar nicht wahr? Dein positives Selbstwertgefühl lässt sie glatt abperlen und bestätigt dich oft noch:

„Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgendetwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.“ (Bruce Lee)

Kritik und Ablehnung ziehen dich nicht runter, sondern machen dich im Gegenteil produktiv und schöpferisch.

Weil dir Anerkennung nicht so wichtig ist, stehst du für deine Wünsche ein und behauptest dich gern. An Herausforderungen wächst du und setzt dir dadurch eher neue Ziele.

Kurz:

Dein Optimismus zieht andere Menschen mit. Durch dein positives Selbstwertgefühl bist du unabhängig von der Anerkennung anderer. Kritische Bemerkungen übersiehst du oder nimmst sie höchstens sachlich; Kritik und Herausforderungen spornen dich eher noch an.

Die Kehrseite:

Kritik ganz zu ignorieren, ist im Zusammenleben bzw. Zusammenarbeiten nicht immer sinnvoll. Andere Menschen sind dir schließlich nicht egal, könnten das aber so empfinden. Wenn du dich dann auch noch sehr selbstbewusst gegen andere behauptest, könnten andere sich sogar von dir „überfahren“ fühlen.

Mein Tipp:

Durch deinen Optimismus und dein Selbstvertrauen kannst du andere so gut motivieren, dass sie dir begeistert folgen.

Auch wenn du wie Wilhelm Busch meinst „Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung“, ist es nicht erstrebenswert, zu viele Neider zu haben. Auch du brauchst gelegentlich eine helfende Hand – und nicht neidische Wettbewerber, die auf ein Missgeschick von dir warten, um dich zu überholen.

Kritik kann durchaus berechtigt und konstruktiv sein. Sie kann dir einen Spiegel vor Augen halten, sodass du deinen Kurs besser sehen und korrigieren kannst. Auf leise Zwischentöne wie sanfte Kritik oder Ablehnung zu hören, liefert frühzeitig wertvolle Hinweise darauf, ob dein Vorhaben noch von anderen mitgetragen wird. Ganz wichtig bei Team- und Projektarbeit!

Führst du ein Team, wertschätze seine unterschiedlichen Menschen und Meinungen. Lobe dein Team und sag danke. Für so manchen ist Anerkennung ein größerer Motivator als für dich.

Du wächst an Herausforderungen und setzt dir dadurch eher neue Ziele. Um in einer zielgerichteten Spur zu bleiben, hilft es dir, dich auf dein aktuelles Ziel zu fokussieren und dranzubleiben, um es zu erreichen.

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